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Hilflose Welpen

Ein besorgter Anruf einer Tierschützerin aus Dillenburg erreichte uns am Sonntag. In einem “Zirkus” am Heisterberger Weiher bei Driedorf biete man winzige Welpen zum Kauf an. Wir wurden um Hilfe gebeten. Zwei junge, ehrenamtliche Tierschützer fuhren zu dem Zirkus. Gegen alle Vernunft- wir wissen das- kauften die jungen Leute vier Labradorwelpen, ca. vier Wochen!! alt und einen English Bulldogwelpen. Rational ist es falsch, aber die hilflosen Tierkinder ihrem Schicksal zu überlassen, das bringt man nicht übers Herz. Wenn man das Elend sieht, spricht nur noch das Herz. Inzwischen sind die zuständigen Behörden benachrichtigt. Nachdem am gleichen Abend noch drei Tierschützerinnen zu dem Zirkus fuhren, denen man weitere Hunde zum Kauf anbot, besteht der Verdacht, dass illegal mit Welpen gehandelt wird. Gerade strahlte das Fernsehen eine Sendung aus, in der die Machenschaften der sog. Hundemaffia aufgedeckt wurden. Viel zu junge Welpen werden von ihren Müttern getrennt und kommen in den Handel. Diese vier Labradorwelpen sind noch Saugwelpen. Einer kann noch gar nicht alleine fressen, drei “saugen” das Futter mühsam auf, stehen mit den Vorderfüßchen im Napf. Dementsprechend sehen sie aus! Als wir sie übernahmen waren frei von Futterresten. Das zeigt, dass sie noch niemals selbstständig Nahrung aufgenommen haben konnten. Das zuständige Veterinäramt ist informiert. Sie werden sofort tätig. Da der Zirkus seinen Standort oft wechselt, ist der Zuständigkeitsbereich immer ein anderer, was den Zugriff sehr erschwert.

“Gesellschaftsspiel” der besonderen Art!

Als ich vor einigen Tagen mit meiner Freundin und ihrem kleinen Hund einen Spaziergang unternahm, wurde ich Zeuge einer lustigen , herzerfrischenden Jagd ihres Hundes und der Nachbarskatze. Es war unglaublich! Mit Blicken , Mimik und Gestik haben sich die beiden Tiere verständigt und los ging die wilde Hatz! Wurde einer der beiden müde, forderte der andere mit Hüpfen und im Kreis laufend auf, das Spiel fortzusetzen. Die gewitzte Katze versteckte sich in hohem Gras und der Minihund hüpfte wie ein Kängeruh in die Höhe, um seinen Spielkameraden zu entdecken. Das Spiel dauerte ca. 15 Minuten, dann ging jedes Tier nach Hause, als wäre nichts passiert. Es war lustig und wir haben “Tränen gelacht!”

Der Betrug

Man hat mich gesehen und kaufte mich prompt, denn ich bin ein Hund, der vom Züchter kommt.
Und wird es nicht allenthalben empfohlen, man soll gute Hunde beim Züchter holen?
Und alle Erwartungen trafen ein:
Ich bin hübsch, lieb und kann auch folgsam sein.

Mich hat man am Strand draußen aufgelesen, da bin ich seit Monaten schon gewesen.
Man hat mich getreten, es gab nichts zu fressen, dann stieß man mich weg und hat mich vergessen.
Bin alt nun und krank, mein Herz tut mir weh. Hab nur gelernt, dass ich gar nichts versteh.

Ich wurde in einer Tonne geboren, meine Finder gaben mich schon verloren.
Mein rechtes Ohr hängt, das linke blieb stehen und auf einem Auge kann ich nicht sehen.
Ich liebe die Menschen und weiß nicht warum. Sie finden mich hässlich, mickrig und dumm.

Ihr seht, ich bin hübsch und mein Fell ist glatt. Man pflegte mich gut in der großen Stadt.
Sie haben mich sogar angezogen, operiert und die Ohren hochgebogen.
Dann wurde ich an einen Baum gebunden, dort hat mich nach Tagen jemand gefunden.

Und Du? Wer bist Du? Hast noch nicht gesprochen. Hast bis jetzt mit der Nase am Gitter gerochen.
Wenn sie kommen um einen auszusuchen, verschmähst du all ihre Hundekuchen.
Siehst niemanden an und willst dich nicht binden. Möchtest du keine neue Familie finden?
Eine Pause tritt ein. Niemand sagt ein Wort. Der Blick des Gefangenen driftet weit fort.
Sein Kopf ist erhoben, die Schultern gestrafft, der Körper ist mager und doch voller Kraft.

Dann dreht er sich um, sein Schwanz fächelt leicht den Wind, der von Norden herüberstreicht.
Der Blick seiner blauen Husky-Augen scheint sich am Fragenden festzusaugen.

Versteht ihr nicht, flüstert er in den Wind, dass wir nur eine Laune der Menschen sind?
Sie wollen uns schaffen nach ihrem Gefallen und wissen doch nicht wohin mit uns allen.
In dieser Sekunde sind wir schon verloren, denn es werden tausend Welpen geboren.

Wir sind zu viele, das ist der Betrug, denn Menschen bekommen niemals genug.
Sie wissen es alle, doch die endlose Flut immer neuer Hunde gefällt ihnen gut.
Die endlosen Züge der Überschussfracht sind in Tierheimen ja wunderbar untergebracht.

Sanft hebt er die Schnauze, setzt an zum Gesang. Ein klagender Ton zieht die Gitter entlang.
Eine Türe schlägt zu und dann schweigt er still, weil das, was er weiß, niemand wissen will.
Er legt sich nieder, bettet ruhig sein Haupt. Oh ja, es sind viele! Viel mehr, als man glaubt….

I. Winiawsky

Was ist mit Katze Feli in Wieseck passiert?

Feli vor dem UnglückDie 14 Jahre alte Maine Coon Katze Feli war spurlos verschwunden. Ihre verzweifelten Besitzer suchten vergebens nach ihrem Liebling. Feli ist eine Familienkatze, sehr auf ihre Menschen bezogen, keine Streunerin und immer im Garten und nahen Umgebung unterwegs. Am 5. Mai wurde sie gegen 13 Uhr in den Garten gelassen. Als sie am nächsten Tag noch immer nicht da war, verteilte die Familie Flugblätter. Am späten Abend des 7. Mai kam die Katze in einem erbärmlichen Zustand schwankend und ölverschmiert nach Hause gekrochen. Der ganze Kopf- und zwar nur der Kopf !!- waren getränkt mit Heizöl. Die Katze war sehr nervös und desorientiert. Sie fiel mehrmals zusammen und hatte Anfälle. Ihr Zustand war lebensbedrohlich. Die Familie fuhr sofort in die Tierklinik. Dort wurde das Tier stationär aufgenommen und intensiv behandelt. Die Leber- und Nierenwerte sind noch immer schlecht. Ob eine Dauerschädigung zurück bleibt, muss abgewartet werden. Was war hier geschehen? Wenn die Katze in Heizöl oder Diesel gefallen wäre, wieso ist dann der Körper und die Pfoten sauber? Wie gesagt, nur der Kopf war voll Öl! Hat dies ein Katzenhasser verursacht und wollte Feli töten? Die Familie fragt und bitte um Hilfe: Wo in Wieseck im Bereich Eisenacherstrasse sind Katzen in diesem Zeitraum verschwunden oder verletzt nach Hause gekommen? Gibt es noch Katzen , die voll Öl waren? Wer hat Beobachtungen gemacht? Bitte melden Sie sich unter Telefon 0641/65960 oder 0641/54032
www.tieroase-heuchelheim.com

Feli nach der Entlassung aus der Klinik

Er ist und bleibt ein besonderer Igel!

“Mecky Messer” ist der Schreck in unserem Garten! Plötzlich ist er da, auch tagsüber, sitzt vor der Haustür- es fehlt nicht viel und er klingelt! Energisch verlangt er nach Futter! Ob der Hund oder die Katzen kommen, nichts bringt ihn aus der Ruhe! Weiterhin hat er es auf Füße abgesehen, in die er gar zu gerne beißt! Nachdem meine Tochter ihm im letzten Jahr ein verletztes Auge entfernen musste, hat er sich prächtig entwickelt. Es scheint ihn nicht zu behindern. Er dreht dann eben weiter den Kopf, damit ihm nichts entgeht und er alles sieht. Wir sind sicher, dass er eine Handaufzucht ist. Völlig ohne Scheu bewegt er sich und fühlt sich hier Zuhause.

Er ist wieder da – unser Kampfigel

“Unser” Kampfigel, dem im vergangenen Jahr ein Auge entfernt wurde, der lange Zeit in der Tierarztpraxis bleiben musste, hat den Winter gut überstanden! Er hatte sein Schlafhäuschen in unserem Garten angenommen. Nun ist er wieder aktiv und ist frech und keck wie eh und je! Er hat nicht vergessen, das vor unserer Haustür immer Futter für zwei wilde Kater steht, wo er sich mit bedienen kann. Er hegt keinerlei Scheu und hat es schon zweimal geschafft, mit ins Haus zu schlupfen. Auf Füße hat er es immer noch abgesehen! Bevor er jedoch zu einer Attacke ansetzt, wird er aus dem Haus “gekehrt”! Wenn er uns nur erzählen könnte, warum er ein so merkwürdiges Verhalten an den Tag legt. Uns ist er willkommen, allerdings wird ihm auch in Zukunft die Tür verschlossen bleiben.

Lulu- vom Elend ins Glück

Vor einigen Wochen bekamen wir eine Meldung, dass in Heuchelheim viele Katzen in einem verlassenen Haus mit Scheune unversorgt vor sich hinvegetieren. Niemand kümmerte sich um die Tiere, die in einem völlig heruntergekommen Anwesen ihr Dasein fristen. Immer wieder lagen an der Hauptstrasse und am Kreisel mitten im Ort überfahrene Katzen. Niemand vermisste diese Tiere oder suchte nach ihnen. Eine über viele Jahre erfahrene Tierschützerin wurde von uns gebeten, die verwilderten Katzen mit der Falle einzufangen, damit sie kastriert werden können. Wir waren erschüttert, als wir die armseligen, halb verhungerten Tiere sahen. Zwei Kilo haben sie gerade noch gewogen. Wir haben sofort mit Einverständnis des Erwerbers dieses Anwesens einen Futterplatz eingerichtet. Fünf große Dosen Nassfutter und ein Kilo Trockenfutter wird pro Tag gefressen. Noch wissen wir nicht, wieviele Katzen es sind, so scheu sind sie. Die Gebäude werden zum Teil abgerissen und zum Teil saniert. Dann sind die Katzen heimatlos. Die wenigen zahmen Tiere haben wir aufgenommen. Eine davon ist Lulu! Wir schätzen sie auf ca. 4 Jahre. Sie ist eine sehr liebe, bescheidene und dankbare Mieze. Ruhig und zufrieden liegt sie im Körbchen oder in einem Sessel. Sie fühlt sich sehr wohl und geborgen und hat keinerlei Drang nach draußen. Wir suchen für diese Katze, die viel entbehren musste und deren Leben aus Hunger bestand, ein schönes und behütetes Zuhause. Außerdem bitten wir um Hilfe, Plätze für die Katzen zu finden, wenn die Abrißarbeiten erfolgen. Wir suchen Menschen, die eine Scheune, einen Stall oder ähnliche Gebäude haben und bereit sind, den Katzen ein Dach über dem Kopf zu geben und sie regelmäßig zu füttern.

Qualzuchten von Perserkatzen

Geflügelzucht gibt es Auswüchse, Hunde, Katzen, Fische- das Elend ist vielfältig. Qualzuchten sind per Tierschutzgesetz verboten. Wird eine Qualzucht verboten, gehen die Züchter vor Gericht und bekommen sehr oft wieder die Erlaubnis ! Tiere- verzüchtet zu einer Karrikatur ihrer selbst! Gigantisch groß, winzig klein- dem “Erfindungsreichtum” sind keine Grenzen gesetzt. “Entworfene” Tiere, die ein Leben lang mit Problemen zu kämpfen haben- laut Züchter jedoch alles gesunde “Naturburschen”! Der Eingriff des Menschen tut keiner Rasse gut! Lebenslange Qualen für die Tiere! Unsere beiden Perserdamen namens Lady und Diva sind Produkte menschliches Irrsinns! “Kindchenschema”- ein gewollt runder Kopf ohne Nase! Diese Deformation hat zur Folge, dass die Tiere Atemprobleme haben, die Zähne sich “kreuz und quer” im Mäulchen ihren Platz gesucht haben, die Augen tränen! Diese beiden Tiere haben noch das “Glück”, die Nahrung aufnehmen zu können- denn auch dies ist einigen Exemplaren nicht möglich. Qualzucht in ihrer abartigsten Form! Mittlerweile gibt es Hoffnung, dass diese Perversitäten in der Tierzucht rückläufig werden. Möpse wie auch Perserkatzen haben wieder Näschen! Ein Tier muss sich wohl fühlen und nicht ein Leben lang leiden, weil Menschen ihre Eitelheiten an Tieren “ausprobieren”! Auffallen um jeden Preis mit einem “außergewöhnlichen” Tier? Ich kann nur jedem Menschen raten, sich vor Kauf eines Rassetieres genau zu informieren! Wenn niemand Qualzuchten kauft- dann werden sie auch nicht mehr “hergestellt”! Sprechen Sie mit einem Tierarzt Ihres Vertrauens über das Für und Wider eines Rassetieres!

Straßenhunde in Europa

Straßenhündin mit ihren Welpen

Tierschützer fordern von der EU Hilfe für die Strassentiere in Süd- und Osteuropa! Es ist unmöglich, dass Privatleute alleine gelassen werden mit dem hunderttausendfachen Leid der herrenlosen Hunde und Katzen. Die Tiere verhungern, verdursten, werden erschlagen, erschossen, vergiftet und lebend in Müllverbrennungsanlagen geworfen. Dieses Horrorszenario spielt sich Tag für Tag auf den Strassen ab. Mutwillige Quälereien an unschuldigen Tieren, die nichts verbrochen haben, als zur falschen Zeit am falschen Ort geboren zu sein. Staatliche Hundefänger ergreifen die Tiere und bringen sie in Tötungsstationen, wo sie oft schon nach Stunden bis wenige Tage umgebracht werden. Die Methoden sind oftmals unvorstellbar grausam. Die auf der Strasse lebenden Tiere sind jeglichen Quälereien ausgesetzt. Niemand hilft ihnen, wenn sie krank , angefahren oder halb tot geprügelt wurden. Man kann und darf vor diesen Tierquälereien die Augen nicht verschließen! Tierschützer fordern schon lange, dass die EU Geld bereit stellen, damit die Strassentiere kastriert und gekennzeichnet werden. Die Tiere sind freundlich und umgänglich. Es geht keine Gefahr von ihnen aus. Nur die Unfruchtbarmachung reduziert den Bestand. Die jahrzehntelange Tötung der Strassentiere hat gezeigt, dass der Bestand konstant hoch bleibt. Hilfe ist schon lange überfällig! Unsummen werden in der EU “verteilt”! Warum hilft man den Tieren nicht? Tierschutz geht uns alle an ! Ehrenamtliche Tierschützer sind völlig alleine gelassen und stehen einer Aufgabe gegenüber, die sie nicht meistern können. Wir fordern die Verantwortlichen der EU auf: TUT ENDLICH WAS!

Wie aus Bupi ein Büsi wurde

Die frisch gebackenen Katzeneltern

Die frisch gebackenen Katzeneltern

Katzenkind Bupi kam vor ein paar Wochen zur Tieroase. Sie war ein mageres, schüchternes Kätzchen. Sehr langsam fasste sie Vertrauen. Doch eines Tages war das “Eis gebrochen”- sie begann zu spielen, zu schmusen und wurde neugierig und vorwitzig. Ihre Vermittlung gestaltete sich schwer, denn sie war “nur” grau getigert und sie war auf einem Auge blind. Weiträumig wurde sie im Internet auf Tierschutzseiten vorgestellt. Vor zwei Wochen erhielt ich eine sehr nette Mail aus der Schweiz. Sie waren auf der Suche nach einem Büsi! Aha, dachte ich- und was ist das? Ich rief eine Freundin in der Schweiz an, die mir lachend erklärte , dass dies ein junges Kätzchen sein. Die Interessenten hatten aus der Karibik bereits ein blindes Kätzchen im Urlaub gefunden und adoptiert. Nun suchten sie für den jungen Kater eine Spielgefährtin- eben ein Büsi- und hatten im Internet Bupi entdeckt. Wir mailten mehrmals miteinander. Die nette Dame vom Züricher Tierschutzverein erklärte sich sofort bereit, eine Vorkontrolle bei der Familie zu machen. Sie fanden in dem geräumigen Haus mit gesichterter Terrasse ein Katzenparadies vor. Büsi Bupi konnte umsiedeln! Die jungen Leute fuhren am Freitag von Zürich nach Frankfurt, übernachteten dort und kamen heute nach Heuchelheim. Voll geimpft, ausgestattet mit einem EU Impfaus und einem Mikrochip wurde Bupi in einen Transportkorb gesetzt und fuhr die lange Strecke in die Schweiz in ein wunderschönes Katzenleben. Das sind die Glücksmomente im Tierschutz! Zwar tat der Abschied weh, aber der Gedanke daran, dass unsere Kleine jetzt liebevoll betreut wird, macht sehr glücklich. Wir wünschen der kleinen Bupi viele, viele Jahre ein schönes Leben und sagen DANKE in die Schweiz.

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